Hier versuche ich, weitere Punkte zu verbalisieren, die darauf hinweisen, dass ich über Beziehungen zu Frauen hinaus insgesamt in Sachen Beziehungen manchmal Sorgen und Nöten habe beziehungsweise mir selbst mache. Meine Ex-Frau meinte, in vorwurfsvollem Tenor, ich sei zu blauäugig, zu naiv. Ich war sehr geknickt, als ich das hörte und war der festen Überzeugung vertrauensvoll zu sein, sei doch eigentlich gut. Ist es aber nur eingeschränkt. Ich offenbare zu viel von mir. Was anscheinend in engeren Beziehungen dazu verleitet, mich zu verletzen oder das einfach als zu viel zu empfinden. Ich weiss es nicht. Ich erwarte irgendwie auch, dass das Gegenüber genauso offenherzig und "kommunikativ" ist, was sie jedoch eben nicht sein müssen. Mir fällt gerade ein, was, glaube ich, auch nicht gut ist, dass ich Rituale installiere, wie tägliches Gute-Nacht-Sagen und Guten-Morgen-Sagen oder schreiben. Wenn so ein Ritual dann unterbrochen wird, bekomme ich Angst, nämlich Verlustangst. Irgen...
Ich glaube, in Sachen Beziehungen bin ich nicht gerade gut. Ich weiß es nicht. Jedenfalls geben mir die Frauen, mit denen ich ernsthaft zusammen war und bin, das Gefühl, ich sei irgendwie nicht gut. Sie seien gut. Gut heisst, Alles richtig machen. Wobei ich stets dem Eindruck erliege, dass die Frauen Alles richtig machen. Und das kommt so: in der Anfangsphase der Beziehung sage ich regelmäßig solche Sätze wie, mach ruhig, es soll dir gutgehen, ich bin flexibel. Übersetzt also: hier, bitte, schubs mich rum, ich habe keine eigene Meinung. Bis es mir dann irgendwann reicht. Dann wundern sich die Frauen und zeigen naturgemäß ihre Abwehrstrategien. Woraufhin ich darüber nachdenke und zu dem Schluß komme, dass ich überreagiert habe. Ich soll mich Mal nicht so anstellen - und womöglich das Ende der Beziehung riskieren. Circulus vitiosus. Ich bin doch schließlich total verliebt. Die jeweiligen Frauen sind da viel mutiger, sie spielen scheinbar mit dem Ende der Beziehung. Das ist nämlich der nä...