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Beobachter

Es störte mich lange Zeit, wenn ich mich beobachtet fühlte. Manchmal war es auch so, dass dieses sich-beobachtet-fühlen einfach nur aus meiner Scheu vor anderen Menschen entstanden war. Es war manchmal auch nur Folge von Kindheitserinnerungen, in denen ich von meinem Vater bei jeder sich bietenden Gelegenheit beobachtet und damit kontrolliert wurde.

Es genügt mir das Bewusstsein, dass ich mir nie auch nur irgendetwas zu Schulden habe kommen lassen. Es genügt also vollkommen, wenn ich in solchen Situationen des sich-beobachtet-fühlens einmal tief durchatme und ansonsten ganz ruhig meiner jeweiligen Tätigkeit nachgehe.

Ist klar, dass ich beobachtet werde (und nicht nur das Gefühl habe), weiß ich, dass ich mir das heutzutage in keinem Fall mehr bieten lasse und ich stelle die Person in ruhigem sachlichem Ton zur Rede und mache ihr klar, dass dieses Verhalten umgehend abzustellen ist.

Allerdings: Es gibt leider immer häufiger irgendwelche Vollidioten, die körperliche Gewalt einsetzen oder verbal und emotional ausfallend werden. In diesem Fall stelle ich einfach die jeweilige Tätigkeit ein - und warte. Diesen Leuten, mit ihrem Typ-A (Stress-)Verhalten, wird es dann ziemlich schnell langweilig.

Hermine sagt: Na, das ist ja wohl, also wirklich.

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