Direkt zum Hauptbereich

Glückskonto

Es besteht, glaube ich, allgemeiner Konsens darüber, dass ein Glücksjäger-Dasein ein verlorenes Leben ist: Menschen, die immer ihrem Glück hinterherrennen und immer dann, wenn sie meinen, sie müssten es jetzt gefunden haben, entdecken, dass es das wieder nicht ist, was sie glücklich werden lässt, sind die unglücklichsten Menschen.

Diese Menschen übersehen bei ihrer Jagd nach dem Glück das Glück, das sie schon alltäglich haben (könnten).

Daher bin ich froh um mein persönliches Glückskonto:
  • ich kann mit meiner Frau viel Zeit verbringen
  • wir sind gesund, und wir leben gesund, und wir ernähren uns gesund
  • wir müssen beim Lebensmitteleinkauf nicht auf den Preis gucken (das ist unsere uns vollkommen ausreichende Form von Luxus)
  • wir erfreuen uns an unserer Musik
  • wir erfreuen uns an unseren Pflegeprodukten
  • wir leben Gott sei Dank nicht auf Pump
  • wir müssen beim Kleidungskauf nicht auf den Preis gucken (das ist unsere uns vollkommen ausreichende Form von Luxus)
  • jedes Jahr fahren wir in Urlaub; und zwar dorthin wohin es uns gefällt (und nicht den Trendforschern)
  • wir fahren ein Auto, das unseren Ansprüchen enstspricht (und nicht denen der Autoindustrie, der Nachbarn beziehungsweise der Peer-Group), nicht weniger und nicht mehr

Menschen, die immer wieder einer neuen Stufe beziehungsweise einer neuen Variante des Glücks hinterherrennen, sehen nicht, dass ihr Unglück nicht am Glück liegt.

Hermine sagt: Ich fühle mich glücklich.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Helmut Schmidt – Oskar Lafontaine

Der Ex-Bundeskanzler, Ex-Verteidigungsminister, Ex-Finanz- und Wirtschaftsminister, Ex-Fraktionsvorsitzender der SPD, Ex-Senator in Hamburg Herr Schmidt ist ausfallend (aussetzend?) geworden und nimmt Oskar Lafontaine, den amtierenden Parteivorsitzenden der „DIE LINKEN“, explizit in die Nähe von „Adolf Nazi“. War Herr Schmidt nicht aktiver Offizier im zweiten Weltkrieg? An der Ost- und an der Westfront ? War Herr Schmidt nicht ursprünglich als Zuschauer zu den Schauprozessen um den berüchtigten Freisler gegen die Männer des 20.Juli 1944 abkommandiert? Hat er sich dann nicht davon (problemlos?!) entbinden lassen, weil er vom Verhalten eben dieses Richters Freisler angewidert war? Kam man zu sowas, zu einer solchen "Karriere" automatisch, ohne beharrliches Eigenengagement oder ohne repressiven Druck wie zum Beispiel zur Mitgliedschaft in der NSDAP oder in der Hitler-Jugend? Auch hat sich ein Oskar Lafontaine meines Wissens nie in die Öffentlichkeit – also zum Beispiel in Fernse...

In Memoriam – GM Yuri Razuvaev

In Memoriam – GM Yuri Razuvaev : Der russische Großmeister Yuri Razuvaev starb am 21. März im Alter von 67. Er war ein hervorragender Spieler, Trainer und Schach-Journalist. Razuvaev war einer der weltbesten Spieler zwischen 1976, das Jahr in dem er den Großmeistertitel erhielt, und den späten 1980er Jahren. Die lange Liste gewonnener Turniere beinhaltet Dubna 1978, Polanica-Zdrój 1979, Zalaegerszeg 1981, London 1983, Dortmund 1985, Jūrmala 1987, Pula 1988, Protvino 1988, Reykjavik 1990, Leningrad 1992, Tiraspol 1994, Reggio Emilia 1996, San Sebastian 1996. Er war auch Mitglied der UdSSR Nationalmannschaft und er nahm teil am Wettkampf UdSSR vs Rest der Welt, 1984. Früh in seiner Spieler-Karriere fing er an andere zu trainieren und schon im Jahr 1977 wurde er der angesehene Trainer Russlands. Er arbeitete mit Anatoly Karpov und er coachte die UdSSR-Mannschaft während Schach Olympiaden und Europäischen Meisterschaften. Später war er der Trainer der Russischen Mannschaft und in den 1990e...

Fliegen für die Evolution

Fliegen. Mücken, wie sie - irritierend genug - in manchen Teilen Deutschlands genannt werden. Beziehungsweise, wieder weniger irritierend, ausgesprochen wird so eine Landes-Mücke dann wie diese legendären russischen Kampfflugzeuge: Mig; Migge im Plural. Ich frage mich, wie lange es wohl noch dauern wird bis die Evolution sich auch an ebendiese Fliegen herangemacht haben wird. Immer nur gegen die Fensterscheibe fliegen? Wann wird es (endlich!, endlich!) soweit sein, dass Fliegen begreifen, dass sie sich nur genau am Luftstrom orientieren müssen, um am auf Klapp gestellten Fenster vorbei in die Freiheit gelangen zu können? Wollte ich den von mir beobachteten (vermutlich unterbelichteten) Fliegen etwas zugute halten müssen, müsste ich eins von dreien vermuten: Entweder sehe ich (logischerweise) immer nur die Fliegen, die noch nicht auf evolutionärem Wege "gelernt" haben. (Dann schadet es auch nichts, wenn ich sie aussortiere?) Oder die von mir beobachteten Fliegen haben mehr ...