Und nun kommt die gute Nachricht: Es liegt in uns, optimistisch in die Welt zu blicken! Wer keiner irrationalen, optimistischen Illusion nachhängt, wäre demnach nicht normal. So die Wissenschaft. Auch wenn es abwegig ist, irrational und bekloppt klingt: Positive Illusionen sind menschlich normal! Also gesund! Irre und bekloppt? Ja? Also lass es uns tun! Optimismus immunisiert unser Glück. Also, let’s do it! Optimistische Menschen haben eine höhere Lebensqualität, Optimismus fördert einen gesünderen Lebensstil, besseres Adaptionsverhalten, mehr Flexibilität, mehr prosoziale Empathie, mehr Problemlösungsfähigkeit und effizientere Verarbeitung negativer Informationen.
Man würde kritisch meinen, Optimismus würde durch die Furchtbarkeiten des Lebens ständig enttäuscht. Hier hilft diese optimistische Selbsterkenntnis weiter: Weil der Hang zum Negativen sowieso in uns angelegt ist, braucht es vier positive Kognitionen (Gedanken oder Erinnerungen), um eine negative Information zu neutralisieren. Zur Selbstrettung vor Negativität hilft also diese 4:1-Regel von Roy Baumeister. Zusätzlich zum unbelehrbaren Optimismus braucht es die doppelte Strategie der optimistischen Erwartungslosigkeit. Sowohl optimistisch sein als auch nichts erwarten. Denn wer nichts erwartet, wird auch nicht enttäuscht. Das, finde ich, ist die perfekte Doppelstrategie fürs Leben.
(Pablo Hagemeyer)
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