Bevor also Red Flags zur Sabotage einer möglicherweise interessanten neuen oder laufenden Begegnung führen, indem man sich und seinen Partner durch Stigmatisierung und Pathologisierung torpediert, sollte man es lieber lassen, sie zu hissen. Denn das ist Selbstsabotage in der Liebe.
Also, take the ride. Verändere dich selbst. Lass dich auf etwas Fremdes und Neues ein. Und dann blicke in der Rückschau auf die eigene Veränderung, ob die vermeintliche und nicht gehisste Red Flag wirklich eine war oder ob du dich getäuscht hast. Und wenn es tatsächlich eine Red Flag war, ob sie jetzt weg ist. Red Flags können nämlich auch verschwinden. Es ist auch ein Märchen, dass sich Narzissten nicht verändern können. Alles unreflektierte und ahnungslose Pathologisierung. Leider.
Wir können uns in unseren genetisch determinierten Grenzen immer etwas ändern und unserem Persönlichkeitsstil feilen. Ausnahmen bestätigen die Regel, und man kann an jemanden geraten, der schwer änderbar ist. Oder wir können selbst der Mensch sein, der sich schwertut mit hilfreichen Veränderungen des eigenen Persönlichkeitsstils.
Die Bereitschaft zur eigenen Veränderung wird mit der Verteilung von Red Flags negiert. Denn damit riskiert man eine grobe Fehleinschätzung und fährt falsche Flaggen verteilend durchs Leben. Andere unter falsche Flaggen zu setzen, birgt wahrlich große Risiken, sich selbst und auch andere zu täuschen. Das ist dann auch eine Form der Selbstsabotage.
(Pablo Hagemeyer)
Empfinde ich als super entlastend und konstruktiv.
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