Direkt zum Hauptbereich

passiv aktiv sein

Ich muss einmal lernen, mit der heutigen Zeit zu gehen: mich den Gepflogenheiten anpassen. Und persönlich akzeptieren, ergo umsetzen, dass ich älter (etwas) geworden bin.

Nicht immer gleich aktiv werden, wenn mir etwas nicht passt oder eine Lage zu klären ist. So, bitte, hier geht´s lang; Rechtsverkehr!; erst rauslassen, dann geht alles viel einfacher; hinten anstellen, wie alle anderen auch ...; usf. aus diesem Schatz der Banalitäten, die heutzutage gleich zu Provokationen und zu Relikten aus einer völlig anderen Zeit umgedeutet werden. Dieses Verbal-die-Lage-klären-wollen passiert (mir) regelmäßig zu schnell, übereilt. (Das Temperament meiner Großmutter mütterlicherseits bricht sich da Bahn.) Ich setze mich damit beständig ins unrecht. Oder ich werde postwendend qua beschriebenem Mechanismus ins unrecht gesetzt. Mit Diskutieren kommt man da, d.h. im Zusammentreffen mit solchen Leuten, nicht weiter.

Nein, nichts sagen. Abwarten. Einfach stehen bleiben!

Das bedeutet, für mich ganz persönlich, meine Körperlichkeit zu akzeptieren. Wie meine Frau sagt, meine imposante Körperlichkeit. - Ich denke von mir nur allzu gerne: Ich bin eher ein schmaler Hering. So dachte ich zum Beispiel früher schon gerne über mich: Trotz meiner schmalen Ärmchen(!), habe ich eine enorme Kraft. (Ich muss, ergo, zu der Zeit schon stattlich gewesen sein). - Warten. Passiv sein und somit aktiv werden (Schach-Stichwort: Zugzwang). Einen Versuch ist es mir wohl allemal wert.

Hermine sagt: Jepp.

Kommentare

  1. "Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten." (Rabindranath Thakur).

    Wurde soeben an mich retweetet. (Kein Kommentar!)

    :)

    Was den Garten angeht, so habe ich zwar von Schach keine Ahnung, kann mir aber gut vorstellen, dass es genauso stimulierend wie entspannend sein dürfte, dort an einem freundlichen Frühlings- oder Sommertag eine Partie zu spielen. Oder mehr als eine ...

    AntwortenLöschen
  2. Übrigens, fällt mir jetzt erst auf - wirklich: jetzt erst -, dass man hier auf blogger punkt com nur so elend mit den Hyper-Links kommentieren kann, ohne HTML-Code! Ätzend.

    AntwortenLöschen
  3. Apropos html, normalerweise klappt's, wenn man den hier einbaut.

    AntwortenLöschen
  4. P. S. 2
    Mag sein, dass ich Dich falsch verstanden habe - vielleich ist genau DAS ein Hyperlink. (Was weiss ich schon ...) Scheint mir auf jeden Fall die einzige Möglichkeit zu sein ...

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

hinterlasse eine anmerkung

Beliebte Posts aus diesem Blog

Mister Polanski I

Auch solche Meldungen lassen mich den Glauben daran, dass es noch ausreichend normale Menschen mit humanistisch geprägter Bildung gibt, nicht ganz verlieren. Nein, solche Meldungen lassen mich hoffen und glauben; um es nochmals klarer zu machen: solche Meldungen gehen mir runter wie ein leckerer Cabernet Sauvignon Trocken - Im Barrique gereift. Hermine sagt: Sehr schön.

Anorexia nervosa

Mit Vegetarismus, heutzutage besser noch mit Veganertum, und mit exzessivem (Ausdauer-)Sport lässt sich eine Essstörung, insbesondere die Anorexia nervosa, vorbildlich kaschieren. Ich bin dann ja so schön unangreifbar, weil ich doch so was Gutes tue; Jeder, der mir was anderes sagen will, kann sich ganz schnell den Mund verbrennen. Wobei die Veganer die eigentlichen Vegetarier sind. Die Vegetarier erlauben sich noch Milch, Butter, Käse, Eier, Honig und so etwas (Laktovegetarismus) – manche Vegetarier haben auch nichts gegen diverse Meeresfrüchte. Oft genug ist die Essstörung Anorexia nervosa wirklich der einzige Grund für (extremen) Vegetarismus beziehungsweise für exzessiven Sport. (Gerne wird auch in relativ rauen Mengen Schokolade genommen. Gerne wird auch über die Maßen viel Wasser getrunken. - Zigaretten sind auch beliebt, um das Gewicht unten zu halten.) Übrigens: In Maßen betrieben, ist Sport gesund. Mit Sinn und Verstand betrieben, ist die vegetarische Ernährungsweise eine gesu...