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Kinderwunsch – Um Gottes Willen

Heute, an meinem Geburtstag, werde ich um Nachwuchs angehalten. Alles schön und gut. In den Zwanzigern und Mittzwanzigern gebettelt und gefleht. Nichts. Wahrscheinlich hätte man überhaupt nicht gebettelt und gefleht, hätte man gewusst wie es heutzutage aussieht. Kriminalität. Preise. Überbevölkerung. Verrohung der Sitten und Gebräuche. Deutschland droht wiederum, darf ich den Medien glauben schenken, nun schon seit einigen Jahrzehnten die Unterversorgung mit ureigenstem Nachwuchs (0,8 Kinder/Ehe/Paar/Alleinerziehende(r)/wie auch immer Nachkommensberechtigte).

Muss ich damit rechnen, nicht in den Himmel zu kommen oder, noch schlimmer, nicht wiedergeboren zu werden, wenn ich meiner Bestimmung nicht nachgehe und nicht für Nachwuchs sorge?! Liebet und mehret Euch? Machet Euch die Erde Untertan? Dann ist das mit der Überbevölkerung also wohl auch zu vernachlässigen?

Es wäre doch also bestimmt sehr schön, würde mal ein verheiratetes Paar mit hohem Bildungsniveau, mit vortrefflichen Ansichten und Erziehungsmethoden für Nachwuchs sorgen und so wenigstens etwas gegen die grassierende Negativentwicklung in Deutschland tun. Geht das aber überhaupt mit nur einem/einer Strampler/in? Da müssten dann doch wohl eher gleich mehrere, ´ne ganze Flottille ins Rennen geschickt werden!? Und überhaupt, in der eigenen Familie sind Zwillinge bekannt. Nicht, daß das auf einmal gleich zwei Babys werden.

Wahrscheinlich manifestiert sich die Quintessenz dieser Thematik letztlich doch ganz einfach in dem Dilemma wie es, so ähnlich, der gute Horst Schroth mal formuliert hat: Ich muß mir darüber im Klaren sein, ob ich mir das ganze Haus (pro Haustier) oder den Rest des Lebens (pro Kind) verpfuschen will.

Hermine sagt: Du bist aber auch eine liebe Knutschkugel.

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